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Funktionen der Schweißdokumentation

Jede Funktion ist eine Antwort auf eine Frage, die im Nachweisbetrieb gestellt wird — nicht auf eine Rubrik in einem Prospekt.

Schweißanweisungen (WPS) nach ISO 15609-1
Geführtes Formular mit Werkstoffgruppen-Katalog nach ISO 15608:2025, Zusatzwerkstoffen und Schutzgasen. Für die Prozesse 131, 135, 136, 138 und 141 schlägt das Formular das Schutzgas vor, für 131 und 135 zusätzlich die Lichtbogenart — übernommen wird ein Vorschlag erst per Klick. Wird eine WPS aus einer WPQR angelegt, übernimmt sie die Polarität aus dieser WPQR, sofern dort eine geführt ist — aus dem Prozess wird sie nie abgeleitet. Ausgabe als WPS-PDF.
Pflichtangaben vor der Freigabe geprüft
Welche Felder eine WPS braucht, hängt von Prozess und Nahtart ab — Wurzelschutz, Impulsparameter oder Wärmenachbehandlung werden nur dort verlangt, wo sie anfallen. Beim Freigeben sagt das Formular, welche Angabe fehlt; als Entwurf bleibt eine WPS auch unvollständig gespeichert.
Verfahrensprüfungen (WPQR) nach ISO 15614-1
Verfahrensprüfungen mit ihrem Geltungsbereich anlegen und den Bezug zur WPS halten. Vorhandene WPQR-Berichte lassen sich erfassen und zuordnen.
Deckungscheck WPS ↔ WPQR ↔ Schweißer
Der Deckungscheck vergleicht Schweißprozess, Werkstoffgruppe, Blechdickenbereich, Position und Nahtart und zeigt, welche Kombination von einer Prüfung getragen wird und welche nicht. Eine Achse, die sich nicht bewerten lässt, wird als ungeprüft benannt statt stillschweigend als in Ordnung gezählt.
Schweißerprüfungen nach ISO 9606-1 mit Fristen
Prüfbescheinigungen je Schweißer mit Geltungsbereich und der Bestätigung alle sechs Monate nach ISO 9606-1:2017 Abschnitt 9.2. Für die Aufrechterhaltung kennt die Norm in Abschnitt 9.3 drei Wege — Wiederholungsprüfung, Verlängerung über geprüfte Arbeitsproben oder Fortgeltung unter einem verifizierten Qualitätssystem nach ISO 3834-2 oder -3, solange die Bestätigung nach 9.2 vorliegt und die dort genannten Bedingungen erfüllt bleiben. Die Übersicht führt den Weg, der je Bescheinigung gewählt wurde.
Zusatzwerkstoffe im Bestand
Schweißzusätze mit Bezeichnung und Bezug zur WPS führen, statt sie je Anweisung neu abzutippen.
Prüfmittel mit Kalibrierfristen
Prüf- und Messmittel mit ihren Kalibrierterminen führen, damit die Frist auffällt, bevor sie abläuft.
Mehrere Nutzer, ein Datenstand
Schweißaufsicht, Fertigung und Qualitätswesen arbeiten im selben Bestand. Die Nutzeranzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt.

In fünf Schritten aufgebaut

  1. Schritt 1

    Schweißer und Prüfmittel anlegen

    Schweißer mit ihren Prüfbescheinigungen nach ISO 9606-1 erfassen, Prüf- und Messmittel mit ihren Kalibrierterminen eintragen.

  2. Schritt 2

    Verfahrensprüfungen erfassen

    Vorhandene WPQR-Berichte nach ISO 15614-1 mit ihrem Geltungsbereich anlegen — Werkstoffgruppe, Prozess, Abmessungsbereich, Position.

  3. Schritt 3

    Schweißanweisungen erzeugen

    WPS nach ISO 15609-1 im geführten Formular aus Werkstoff-, Zusatz- und Gaskatalog erstellen und der tragenden Verfahrensprüfung zuordnen.

  4. Schritt 4

    Deckung prüfen

    Der Deckungscheck zeigt, welche Kombination aus WPS, Verfahrensprüfung und Schweißerprüfung getragen wird — und welche nicht.

  5. Schritt 5

    Nachweise ziehen

    Schweißanweisung, Verfahrensprüfung und Schweißer-Qualifikation lassen sich einzeln als PDF ausgeben.

Normbezug der Nachweise

DIN 2303
Qualitätsanforderungen an Herstell- und Instandsetzungsbetriebe für wehrtechnische Produkte — das Regelwerk des Feldes (Paraphrase, kein Normzitat)
ISO 3834-2
Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen — umfassende Anforderungen
ISO 15609-1
Schweißanweisung (WPS) für das Lichtbogenschweißen
ISO 15614-1
Schweißverfahrensprüfung für Stähle und Nickellegierungen
ISO 9606-1
Prüfung von Schweißern — Stähle

Normzitate und Ausgabestände gehören in die Anwendung, nicht in eine Marketingseite: Die maßgebliche Fassung steht jeweils im Nachweis selbst.

WehrNorm läuft auf Schweißanweisung Software.